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Blutdruckwerte: Was ist normal und was nicht?

Blutdruckwerte: Was ist normal und was nicht?

Sie halten Ihre Blutdruckwerte in der Hand und wissen nicht, was Sie bedeuten? Auf dieser Seite erfahren Sie alles über Blutdruckwerte, Bluthochdruck und zu niedrigen Blutdruck.

Blutdruck Tabelle

Folgende Blutdruck Tabelle gibt einen Überblick über die Grenzwerte:

StufeSystolisch (mmHG)Diastolisch (mmHG)
niedrig< 105< 65
optimal< 120< 80
normal< 130< 85
hoch-normal130-13985-89
Hypertonie Grad 1 (leicht)140-15990-99
Hypertonie Grad 2 (mittelschwer)160-179100-109
Hypertonie Grad 3 (schwer)> 179> 109
Isolierte systolische Hypertonie>= 140< 90

Wichtig ist, dass die gemessen Blutdruckwerte korrekt sind. Messen Sie den Blutdruck immer in Ruhe, am besten im Sitzen und mehrmals in einem Zeitraum. Besteht die Möglichkeit, dass Sie Bluthochdruck haben, ordnet Ihr Arzt vermutlich eine 24-Stunden-Blutdruckmessung an. Nur so erhalten Sie verlässliche Durchschnittswerte und sehen, wie sich der Blutdruck am Tag und in der Nacht verhält.

Blutdruck Normalwerte

Liegt der Blutdruck unter 130 zu 85, spricht man von Blutdruck Normalwerten. Die Einstufung „hoch-normal“ mit unter 140 zu 90 liegt im Grenzbereich.

Systolisch? Diastolisch? mmHG?

Die medizinische Fachsprache ist für Außenstehende nicht immer verständlich, das ist auch beim Blutdruck so. Daher erklären wir Ihnen die wichtigsten Begriffe:

Systolisch

Der Blutdruck wird ausschließlich mit zwei Werten angegeben und das ist der obere Wert. Dieser ist in der Regel immer höher als der untere Wert. Der systolische Blutdruckwert beschreibt den Druck des Blutes während des Zusammenziehens der linken Herzkammer (Systole).

Diastolisch

Der diastolische Blutdruckwert ist der untere, zweite Wert des Blutdrucks. Er beschreibt den Druck, der entsteht, wenn sich die linke Herzkammer dehnt (Diastole).

mmHG

Die Einheit, mit welcher der Druck innerhalb der Arterien angegeben wird. Arterien sind Blutgefäße, die Blut vom Herzen wegführen. Der Blutdruck wird in Millimeter Quecksilbersäule angegeben.

Blutdruckwerte am Tag

Am Tag ist der Blutdruck höher als in der Nacht. Natürlich ist das eine Verallgemeinerung, die davon ausgeht, dass man am Tag aktiv ist und in der Nacht zur Ruhe kommt und schläft. Bei Menschen im Schichtdienst kann die Nacht zum Tag und der Tag zur Nacht werden.

Beim Aufstehen steigt der Blutdruck schlagartig an und macht uns so fit für den Tag. Denn ein ausreichend hoher Blutdruck ist lebensnotwendig. Während des gesamten Vormittags sind die Blutdruckwerte relativ hoch. Ein Zeichen, das wir am Vormittag besonders leistungsfähig sind.

Nach dem Mittagessen fällt der Blutdruck ab. Wir kennen das gut, wenn uns nach einer ausgiebigen Mahlzeit die Müdigkeit überfällt. Dem sogenannten „Suppenkoma“ sollte man, sofern es in den Tagesablauf passt, mit einem kurzen Mittagsschlaf nachgeben.

Im Laufe des Nachmittags steigt der Blutdruck dann wieder an. Gegen 19 Uhr erreichen die Blutdruckwerte ihr zweites Maximum. Danach fällt der Blutdruck wieder ab und die Nacht wird eingeläutet.

Blutdruckwerte in der Nacht

Der Blutdruck fällt in der Nacht normalerweise ab, bis der Blutdruckwert um ca. 3 Uhr am Niedrigsten ist. Gegen 4 Uhr steigt er dann langsam wieder bis zum Morgen an.

Im Schlaf ist der Blutdruck generell niedriger als am Tag. Man bezeichnet dieses Verhalten in der medizinischen Fachsprache als „Dipping“.

Dipping-Typen:

  • Normal Dipper: Die Blutdruckwerte sind zwischen 10 und 20% niedriger als die Tagesmittelwerte.
  • Non-Dipper: Der Blutdruck sinkt in der Nacht um weniger als 10% ab.
  • Extreme Dipper: Die Blutdruckwerte sinken in der Nacht um mehr als 20% ab.
  • Inverted Dipper: Der Blutdruck ist in der Nacht höher als am Tag.

Alles bis auf den Normalfall erhöht das Risiko für Organschäden.